Training und Unterricht – NRW-Sportschule Köln

Zweimal in der Woche trainiert Salih Özcan (15) bereits vor dem Schulunterricht auf den Sportplatz. „Vor der Schule haben wir aber nur leichtes Training“, sagt der U17-Mittelfeldspieler des 1. FC Köln.

Köln. Zweimal in der Woche trainiert Salih Özcan (15) bereits vor dem Schulunterricht auf den Sportplatz. „Vor der Schule haben wir aber nur leichtes Training“, sagt der U17-Mittelfeldspieler des 1. FC Köln. Salih geht auf die Elsa-Brändström-Realschule in Lindenthal. Nach dem Training beginnt auch für ganz normal der Unterricht. Später gibt es eine Mittagspause mit sportlergerechter Ernährung und Hausaufgabenbetreuung. Am Nachmittag geht es dann zum nächsten Training.Die sportliche Betätigung auf solch hohem Niveau kostet Salih bis zu 30 Stunden in der Woche – zusätzlich zu seinen schulischen Verpflichtungen. „In diesen Rahmen muss Schule dann noch reinpassen“, erläuterte Michael Scharf, Leiter des Olympiastützpunkts Rheinland.

Die Realschule, die Salih besucht, ist wegen der exzellenten Zusammenarbeit mit der Jugendabteilung des FC seit März 2009 „Eliteschule des Fußballs“. Darüber hinaus ist sie eine von fünf Schulen im „Verbund sportbetonter Schulen in Köln“. Den Verbund bilden das Sportinternat in Müngersdorf sowie die Elsa-Brändström-Realschule (EBS), das Apostelgymnasium (APG), das Hildegard-von-Bingen-Gymnasium und das Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg. Die vier eigenständigen Schulen im Verbund werden ab dem Schuljahr 2014/15 vom Land zur „NRW-Sportschule“ geadelt.

„Alles in der NRW-Sportschule dient dem Ziel, Leistungssport und schulische Bildung zusammenzubringen“, sagte Bildungs- und Sportdezernentin Dr. Agens Klein, als sie die NRW-Sportschule Köln gestern vorstellte. Dabei hob sie hervor, dass durch die enge Kooperation der Schulen für Schüler „ein Schulwechsel möglich wird, ohne dass der Sport darunter leiden muss“.

Dr. Klaus Zimmermann, Schulleiter des Apostelgymnasiums, hob hervor, dass vor dem Hintergrund des Abiturs nach acht Jahren (G8) Leistungssport für Jugendliche neben den schulischen Anforderungen eine fast nicht zu bewältigende Herausforderung darstelle. Mit der NRW-Sportschule sei aber auch die zu meistern.

Die Anmeldetermine für die Sporteingangsklassen an EBS und APG sind vom 16. bis 20. Dezember. Im Januar folgt dann der sportmotorische Test, dessen Bestehen Voraussetzung für die Aufnahme in die Sportklassen ist. Mit dem frühen Anmeldetermin solle sichergestellt werden, erklärte EBS-Schulleiterin Beate Weisbarth, dass „bei Nichtbestehen des Tests die Anmeldung an einer anderen Schule im Februar“ noch möglich sei.

Von Bernhard Krebs
Quelle: http://www.rundschau-online.de/koeln/nrw-sportschule-training-und-unterricht,15185496,25037328.html am 15.11.2003

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